Wolfsbarsch im Salzmantel, Sauerkraut mit Kartoffelknödeln, Kaninchen mit Mirabellen und Senf, Paris-Brest und Schokoladeneclairs — was sich liest wie die Speisekarte eines französischen Nobelrestaurants sind nur einige der herrlich raffinierten Rezepte, die Sarah Wiener aus dem Land der Genießer mitgebracht und in ihrem wundervollen Buch Meine kulinarische Reise durch Frankreich aufgezeichnet hat.
In 30 Etappen ist die Starköchin in ihrem roten Käfer-Cabrio durch Frankreich gefahren und hat von der Bretagne bis Lothringen, vom Elsass bis Paris, von der Camargue bis zum Burgund in fremde Kochtöpfe geschnuppert, über Tellerränder gesehen, mitgekocht, sich mit grundverschiedenen Küchenphilosophien und Zubereitungsweisen auseinander gesetzt und die Geheimnisse der französischen Küche erkundet. Doch erwartet den Leser kein Kochbuch im klassischen Sinn — weder reihen sich Rezepte und kühle Fotografien aneinander, noch doziert Sarah Wiener mit erhobenem Kochlöffel die perfekte Zubereitung von Fleisch, Fisch und Gemüse. Weit gefehlt, denn Meine kulinarische Reise durch Frankreich ist Reisetagebuch und Lehrfaden im besten Sinne: Sarah Wiener selbst schlüpft in die Rolle der Lernenden, der Kochwilligen und, auch auf manchen Gebieten, der Unerfahrenen — um sich an jedem neuen Ort einer neuen Kochaufgabe in einer fremden Küche zu stellen ...
»Chère Sarah,
das Wildschwein ist das Wahrzeichen der Ardennen. Morgen früh treffen Sie sich mit Monsieur Totot in Mogues. Der nimmt Sie mit auf die Wildschweinjagd. Nach der Anstrengung die Belohnung: Bringen Sie vier Wildschweinkoteletts zu Nathalie Gérard nach Carignan in das Restaurant La Gourmandiére mit. Nur Mut!«
Am Anfang jeder neuen Etappe, jeder neuen kulinarischen Aufgabe steht solch ein knapper Auftrag, der die Starköchin nicht in die Hochburgen der Haute cuisine, sondern direkt zu den Eckpfeilern der regionalen und bodenständigen Küche führt: zu den lokalen Erzeugern, Traditionsköchen, Trüffelsuchern, Muschelfischern und Metzgern. Bei ihnen lernt Sarah Wiener nicht nur die breite Palette der französischen Kochkunst und die Eigenarten der regionalen Spezialitäten kennen, sondern erfährt auch am eigenen Leib, was es alles vor und hinter dem Kochtopf zu erledigen gilt — Schafe melken, Kaninchen häuten, Trüffel suchen, Erdbeeren pflücken und eben auch Wildschweine erlegen. (Was Sarah Wiener übrigens komplett misslang, indem sie auf einen Baum schoss.)
Mit jeder Aufgabe, jedem Schritt auf ihrer kulinarischen Reise entsteht eine außergewöhnliche Liebeserklärung an Frankreich, seine Spezialitäten, Regionen und Menschen, ein üppiger Streifzug durch ein Paradies von Geschmäckern und Gerüchen. Angereichert mit zahlreichen Fotos, serviert mit klugen Ratschlägen und garniert mit unvergesslichen Anekdoten ist ein außergewöhnliches Reisekochbuch entstanden — eines, das den Hunger und das Fernweh schürt und mit zahlreichen Rezepten und Adressen zum Nachkochen und Nachreisen einlädt ...

Meine kulinarische Reise durch Frankreich